Gestalttherapie

Als Gestalttherapeutin sehe ich mich in meiner Arbeit einem humanistisch-ganzheitlichen Menschenbild verpflichtet. Das heißt, Sie sind für mich nicht „Fall“, sondern aktives Gegenüber mit der Ihnen eigenen, einzigartigen Geschichte, individuellen Stärken und Schwächen, Bedürfnissen und Sehnsüchten. Symptome, die aktuell Leid verursachen oder Entwicklungen blockieren, betrachte ich als Signal dafür, dass altgediente, ursprünglich sinnvolle Verhaltensmuster und Bewältigungsstrategien für die momentan anstehenden Aufgaben nicht (mehr) ausreichen.

 

Meine Unterstützung besteht darin, Ihnen Raum, Sicherheit und Anleitung zum Entdecken neuer Perspektiven und zum Erproben noch unvertrauter Wege und Werkzeuge zu vermitteln. Im Sinne gestalttherapeutischen Vorgehens nutze ich hierbei unterschiedliche Zugänge: Sprache, Imagination, körperlich-motorische Wahrnehmung und alles, was sich auf dem Boden der zwischenmenschlichen Begegnung ereignet, also auch mein eigenes Erleben.

 

Ich bestärke Sie in Ihrer Achtsamkeit für das, was Sie im Hier und Jetzt des therapeutischen Kontakts wahrnehmen und fühlen. Oft werden dabei prägende, nicht abgeschlossene Erlebnisse aus der Vergangenheit reaktiviert, die immer wieder Störfeuer im gegenwärtigen Alltag verursachen. Das Seelische erinnert auf diese Weise daran, dass es hier offenbar noch etwas zu erledigen, eine „Gestalt“ zu schließen gilt. Anstatt das Störende einfach nur beseitigen zu wollen, geht es im therapeutischen Prozess darum, es auch in seinem Wert als kreative Strategie zur Bewältigung einer damals schwierigen Lebenssituation anzuerkennen. Paradoxerweise geschieht gerade dadurch Veränderung, dass Sie zuvor Abgewehrtes mehr und mehr als Teil Ihres Selbst annehmen und sich damit als „rundere“, vollständigere Person erleben können. Betrachten Sie dies getrost als Versprechen, mit einer kleinen Ergänzung:

 

„Der Entwicklungsprozess ist ein Prozess, der Zeit benötigt. Man kann nicht einfach mit den Fingern schnippen und sagen: ‚Los, jetzt sind wir fröhlich!’.“ (Fritz Perls)